Blaue Wiese im Wellengang



Der Sonnendruck-Sommer hat Halbzeit, die blaue Welle schwappt durchs Land. Mindestens vier Stöffchen sollten bei allen Teilnehmerinnen angekommen sein. Bei Tabea und mir kommt ja seltsamerweise immer viel mehr Post an. Vielen Lieben Dank, dass ihr euch auf dieses Experiment eingelassen habt.
Der Sommer zeigt sich in diesen Wochen ja nicht immer von seiner besten Seite, was die Sonnendruck-Experimente erschwert und sicher die eine oder andere Verspätung entschuldigt. Der Faktor Wetter spielt zum ersten Mal so eine entscheidende Rolle und auch das ist eine spannende Erfahrung. Überhaupt strotzen alle Berichte, die ihr in der stetig wachsenden Liste verlinkt habt von spannenden Erfahrungen mit den unterschiedlichen Techniken. Wir denken ja bei jeder Aktion, dass es sich nicht mehr steigern lässt und das nun die allerbeste von allen war, aber es wird jedes Mal nochmal besser, unglaublich.


Besonders schön sind immer die Geschichten hinter den Erfahrungen. Viele davon werden auf den Blogs erzählt, aber nicht alle Teilnehmerinnen sind Blogger. Andie ist ganz aktiv auf Instagram, hat aber keinen Blog. Deshalb hat sie ihrer Gruppe diesen analogen Blogbeitrag beigelegt, den wir hier mit ihrer Erlaubnis veröffentlichen. Ich habe so gelacht, als ich mir die Damen auf der blauen Wiese vorgestellt habe.

Andie macht so unglaublich feine Stempel (sogar unsere Sommerpost-Marke hat sie als Stempel geschnitzt) und mit der gleichen Hingabe hat sie sich der Sommerpost gewidmet. Aber lest einfach selber, was sie schreibt (jetzt nicht mehr ganz un-virtuell)...




Liebe Sommerpost-Gruppe-1-Damen,

nachdem ich ja keine Bloggerin bin, schicke ich Euch zum Sommerstöffchen quasi einen kleinen snailmail-Blogeintag mit. Ganz einmalig und vollständig un-virtuell.

Vom Thema Sonnendruck der diesjährigen Sommerpost war ich von Sekunde eins an begeistert - komplettes Neuland für mich, klang aber sehr spannend. Stoff hat's reichlich im Hause, allerhand wasserlösliche Farben und Stoffdruckfarben sowieso und das Wetter war grad außer sonnig und heiß nur wolkenlos und noch heißer. Perfekte Bedingungen, so schien mir. Ich hab getestet. Und geschwitzt. Raus in den Garten, Tisch in die Wiese, damit die Terrasse nicht blau wird, rein ins Haus, Stoffe zurechtschneiden, Schablonen suchen, selber schneiden...
Stoffe schneiden war kein Problem, die hinterher blaue Wiese eigentlich auch nicht (hat nicht jeder!) und die ersten Versuche mit Sonnendruck und schon vorhandenen Schablonen überaus vielversprechend. Der Sog war da. Die Sucht im Rollen und die Ansteckungsgefahr groß. Die Nachbarinnen waren gegen Abend ganz aus dem Häuschen, bewunderten meine Stoffstückchen, die des hübschen Anblicks wegen auf der Leine quer durch den Garten hingen, hockten sich mit Prosecco auf meine blaue Wiese, tranken selbigen aus blauen Gläsern und blieben. Bis spät in die Nacht.

Dann waren Inkodye-Versuche dran. Und später auch noch Cyanotypie. Alles sehr interessant, alles nicht schlecht, aber mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Mal blau, mal richtig blau, mal weniger blau. Und bei der Cyanotypie auch mal fleckiges Blau. Schwierigkeit eins: Die Dauer der Belichtung. Es macht einen Mörderunterschied, ob es wolkenlos und 12 Uhr mittags ist, oder schon 16.35 Uhr und sich vielleicht ein Wölkchen zwischen Sonne und Stoff schiebt. Schwierigkeit zwei: Das geeignete "Dings" zum Auflegen auf den Stoff. Pflanzendrucke funktionieren fast mit Erfolgsgarantie - mein Favorit ist der Farn vom Nachbarn. Der liegt flach auf - also der Farn, nicht der Nachbar - bedeckt den Stoff vernünftig, hält das Licht ab und gut isses. Je mehr die Pflanze in die dritte Dimension geht, desto unsicherer wird das Ergebnis. Merke: Wassermelone taugt nicht!
Auch mit Folien hab ich gehadert. 25 mal 25 Zentimeter kann ich mit meinem Drucker nicht bedienen, also habe ich aus meinen geschnitzten Stempelchen ein Mandala auf ein großes Stück Folie gestempelt. Aber die Stempelfarbe (schwarze Rangers Archival Ink) ließ zu viel Licht durch, ein enttäuschendes Ergebnis. Ich hatte doch etwas knackig Blaues mit weißem Muster erwartet. Das Ergebnis war eher dunkelblau mit nicht ganz so dunkelblauem Mandala. Da muss man schon sehr genau hinsehen, wenn man da was erkennen will. Kurioserweise wird das Mandala wieder besser sichtbar, wenn der Stoff nass ist. Ich hab das mehrmals getestet mittlerweile, sobald der Stoff trocknet, ist das Muster fast unsichtbar und nass kann man es ganz gut erkennen. Irgendwie mysteriös und eventuell hab ich da eine Knallergeheimschriftmethode entdeckt. Sollte jemand von Euch dieses chemische Geheimnis erklären können, bitte gerne. Lasst es mich wissen. Ich wär sehr gespannt.
Kurzum - mit Inkodye und Cyanotypie brauche ich noch mehr Versuche und experimentelle Erfahrungswerte. Für mich fast interessanter waren meine Sonnendruckereien. Ich habe mich langsam an einen Mehrfach-Sonnendruck herangearbeitet. Viel Wasser, wenig Pigmente - in mehreren Arbeitsgängen. Die Wellen und Blumen sind selbstgeschnittene Schablonen. Und dann Schicht für Schicht. Erster Wellengang, bügeln und fixieren, zweiter Wellengang, bügeln und fixieren... zum Schluss die Blumenschablone.

Jeder Stoff ist ein bissl anders geworden, mal mehr blau, mal mehr türkis -
ich hoffe, Ihr mögt, was ich Euch schicke. Ich hatte jedenfalls eine große Freude beim Gestalten.
Meine Wiese ist noch immer blau. Und noch immer schaut jemand zur blauen Stunde auf der blauen Wiese auf ein Gläschen Prosecco vorbei...

Kippis, die Damen und einen schönen Sommer für Euch!


Andie







Und das hier ist Andies Stoff in der ganzen Pracht:



Allen, die noch an ihren Sonnendrucken arbeiten wünsche ich sonnige August-Tage und wunderschöne blaue Stoffe!
Michaela

Über Schrift und Adressen – Brush Lettering Ausflug

Der schöne Brief ist wieder aktiv. Er klopft an unsere Briefkästen und verbreitet gute Laune. Bei mir schmückt er den Schreibtisch und macht meine Wand BLAU. Dankeschön! Die Sommerpost gesellt sich zum Rest meiner Postkunstgehänge. Ich hoffe, ihr seid guter Dinge und habt ebenso Freude an der Kunstwurfsendung.


»kugel pflaster kugel« von mano, »Sommer Kalligraphie« von Moni, »Druckfische« von Michaela,
»Hand Art« von Katrin, »Octopus« von Swig




»Sommerpost« von Silke, »Druckfisch« von Andiva, »Briefumschlag« von Annette

»Sommerpost« von Martina, »Druckkarte« von Silke, »Tubengeheimnis« von mano

»Enjoy« von Eva, »Mandala« von Martina, »Fischpost« von Marja, »Hündchen« von Selma, »Mail-Art« von Moni

Es landen nicht nur eure Postkünste an meinen Wänden, sondern mitunter auch Briefumschläge und Beikarten. Da ich mich über die positive Entwicklung eurer Handschriften zur Gestaltung der Adressen auf den Briefumschlägen sehr freue, hab ich heute was für euch. Ein paar Gedanken und ABC-Inspirationen zum Tintenschweifen, Tuschetreiben, Schwungwörteln und Buchstabenziehen.


Eure Briefumschläge sind bestempelt, bedruckt und mit Schönschrift versehen. Briefmarkencharme, feine Papiere und Farben ... ein Gesamtkunstwerk.




Das spricht mich sehr an ;o)
Postkarte von Angelika


Handschrift, Schreiben, Schönschrift. »Schönschrift« klingt für manche nach Schule. Nach verklecksten Heftseiten, eingefärbten Fingern und Pein. Früher hätte man nun auch die »Kalligraphie« erwähnt, denn wer es besonders gut meinte mit der Handschrift, griff zu Feder und Tintenfass. Mach ich sehr gern – geht natürlich auch heute noch prima. Hat einen klassischen Charme und wirkt auf manche etwas eingestaubt. Klassisch lasse ich gelten.

Handschriftentechnisch war in Sache Neuerung lange Pause – Kalligraphie begegnet man im Alltag eher selten und in den Schulen möchte man die verbundene Schreibschrift am liebsten gleich abschaffen. Oder schön wärs: soll ich mutig sagen »mochte«. Denn da kommt die Rettung vorbei »Brush Lettering« ist in aller Munde, schön und modern gestaltete Handschrift per Pinsel.

Da wünsche ich mir von Herzen, dass sich die in Mode geratenen Buchstaben halten. Nicht lange, sondern für immer. Vom Wühltisch würde ich sie dann zwar retten und in all meine Schubladen und Regale verstauen – aber viel lieber sehe ich sie in den Herzen der Menschen und auf ihren Briefen und Drucksachen. Bitte auch in den Schulheften.

Noch vor einiger Zeit suchte ich Pinsel- und Plakatschriften-Alphabete verzweifelt in verstaubten alten Typobüchern. Ich hätte mir die ABCs gern »beigebracht« – per Pinsel. Und jetzt sieht man sie auf nahezu jeder Drucksache, auf jeder Homepage und sogar mein Rechner ist voll von ihnen. Wir leben in einer gesättigten Brush-Lettering-Lösung. Also zack! Alphabete wieder raus aus dem Rechner:

Schöne Brush-Filzer gibt es mittlerweile von vielen Anbietern. Ich bevorzuge die wasserfesten Sorten. Für die Beschriftung von Briefen und Marmeladengläsern vorteilhaft. Außerdem benutze ich sie eher sparsam, wenn eben keine Zeit ist, um den Farbkasten vorzukramen. Natürlich auch praktisch für unterwegs. Aquarell-Filzstifte erschließen sich mir nicht. Ich investiere lieber in Horadam. Die Filzer sind nämlich ganz schön preisintensiv und dafür auch schnell verbraucht. Dies sind freilich persönliche Erfahrungen.

Am liebsten schreibe ich mit wasserfesten Flüssigkeiten in meinen Lieblingsfarben. Die bedeutendsten Pinsel in meiner Sammlung sind die borstigen – für Spezialeffekte. Bei den Farben lohnt es sich, auf die kleinen Symbole zu achten, die auf der Farbkarte vermerkt sind. So könnt ihr bewusst wählen, ob die Farbe eher deckend oder lasierend sein soll. Ist euch Lichtechtheit wichtig? Die Ecoline Farben liebe ich, jedoch sind diese leider nicht besonders lichtbeständig. Für Kunstwerke hinter Glas also eher nicht das richtige. Für den Alltag im Skizzenbuch und im Brief jedoch absolut in Ordnung.

Tusche ist natürlich meine Basis. Olle Pinsel und eine schlichte Feder reichen mir als Werkzeug. Meine Federn kaufte ich vor 30 Jahren auf einem Flohmarkt und sie werden für den Rest meines Lebens halten. Ein Glücksgriff. – Alte Pinsel hinterlassen schöne Spuren am Staben. Ist nun nicht jederfraus Arbeitsweise, ich mag es aus dem Bauch heraus und eher ohne Pingelei. Mit der bin ich durch. Wenngleich es für den Anfang von Vorteil ist, es sorgfältig angehen zu lassen. Hab ich auch. Damals. Ihr findet euren eigenen Weg.

Einkaufen muss man zum Schönschreiben nicht unbedingt. Im Grunde eignet sich auch jede Art von Wasserfarbe, sowohl für Pinsel als auch für die Feder. – Oben links seht ihr mein Schnäppchen, eine »SOENNECKEN SÜTTERLIN-FEDER Kiste. Für mich die perfekte Feder. – Wassertankpinsel sind voll IN. Ehrlich gesagt konnte ich noch keine Technik dafür entwickeln. Kommt vielleicht noch. Wobei es ja praktisch anmutet, ein chronisch gewässerter Pinsel. Vielleicht was für unterwegs?


Meine erste Brush-Lettering-ABC-Vorlage seht ihr auf dem ersten Foto: Classy & Chic. Sie lag immer ansehnlich auf meinem Schreibtisch. Für erste Übungen sind die Filzstifte gut geeignet, da sie leichter zu bändigen sind als Pinsel. Hier arbeiten wir mit Druck. Wer gut im Zeichnen ist, ist im Vorteil. Denn auf den Duktus kommt es an, zarte Linien und satte Linien im Wechsel. Die Verbindungen zwischen dick und dünn können herausfordern.

Wer sich längere Texte noch nicht zutraut, kann auch mit schönen Initialen beginnen. Anfangs ist es sinnvoll, den Charakter der Schrift genau treffen zu wollen. Versucht, die Besonderheiten einer Schrift herauszufinden und ahmt sie nach. Denn dadurch entsteht dann das typische Schriftbild. Ähnlich wie beim Mustern, kommt es hier darauf an, die Merkmale des einen Buchstaben zu wiederholen.

Hier (PDF, 611 KW) habe ich euch (auf einer Seite) eine kleine Sammlung an Brush Lettering ABCs zusammengestellt. Wer mag, kann sie sich herunterladen, ausdrucken und loslegen. Natürlich könnt ihr unter dem Begriff »Brush Letterin ABC« auch selber im Internet auf die Suche gehen. Die meisten der Pinselschriften für den Computer sind nicht besonders ausgefeilt und verfügen nur über einen Schriftschnitt. Vielen fehlen Sonderzeichen, Zahlen oder Umlaute. Von der schönen Handschrift kann uns das nicht abhalten, wir denken uns das eine oder andere einfach dazu. Gell!

Viel Freude wünscht euch . Tabea

KLICK auf Bild führt euch zum DOWNLOAD PDF (611 KB)

Blaues Sonnendruckbuch

Blaues Sommerbuch ©Müllerin Art

Habt ihr schon blau gemacht?  Die Listen eurer Gruppen habt ihr ja mittlerweile erhalten und die Gewinner haben ihre Materialien bekommen. In der Linkliste sammeln sich die ersten Erfahrungsberichte, während sich die Sonne in den letzten Tagen rar gemacht hat.
Mein Cyanotypie-Set liegt noch unangetastet hier. Ich glaube auch kaum, dass ich vor dem Urlaub erste Versuche starten kann. Dafür habe ich aber meine ersten Sunprint-Stoffe schon weiterverarbeitet, einfach nur, um zu zeigen, was aus den Stoffen auch entstehen könnte, wenn ihr nicht nähen wollt.

Blaues Sommerbuch ©Müllerin Art Entstanden ist ein kleines blaues Büchlein in koptischer Bindung. Dafür habe ich zwei Stoffstücke auf dünnes Papier aufgezogen und damit die Pappen bezogen und von der Innenseite mit einem blumigen Papier kaschiert.

Blaues Sommerbuch ©Müllerin Art Sechs Lagen, jeweils mit einem blauen oder gemusterten Bogen außen, mit koptischer Bindung zusammengefasst. Der offene Rücken gibt den Blick frei auf die blauen Lagen. Diejenigen, die im letzten Jahr die Paradies-Sommerpost mitgemacht haben, wissen natürlich, wie diese Bindung funktioniert. Letztes Jahr hatten wir dazu auch einige Links zusammen getragen.

Blaues Sommerbuch ©Müllerin Art
Auch ein Stück Stoff habe ich anstelle eines Papiers mit eingeheftet, das gibt einen Überraschungseffekt und eine schöne Verbindung von Stoff und Papier.

Blaues Sommerbuch ©Müllerin Art

Das Büchlein könnte ich nun gut nutzen, um meine Sonnendruck-Ideen zu sammeln, ich selber weiß nämlich noch gar nicht, welche Muster oder Motive ich mit Hilfe der Sonne auf Stoff bringen will
Und ihr, wie weit seid ihr mit euren Sonnendruck-Vorbereitungen?

Ich wünsche euch viele blaue und sonnige Ideen
Michaela


Sommerstart!

Der blaue Sommer kann losgehen. 65 Frauen haben sich angemeldet, das ergibt 8 Gruppen, eine davon mit 9 Teilnehmerinnen. Die Listen sind geschrieben, die Gewinner ausgelost. Schaut in eure Mail-Postkästen, eure persönliche Adresslisten sind verschickt. Und dann ist auch bald was schönes blaues im echten Postkasten!

Die ersten Versuche sind schon in der Linkliste zu sehen. Schön, wie mit der einfachen Sonnendrucktechnik experimentiert wird. Für die etwas Anspruchsvolleren gibt es Cyanotypie
und Inkodye. Wir haben diese Techniken selber auch noch gar nicht ausprobiert, deshalb können wir heute nur die etwas schmucklosen Plastikflaschen zeigen. Aber jetzt geht es ja los und wir sind alle hochmotiviert, bestimmt besonders die Gewinner:

Herzlichen Glückwunsch an Liliane und Corinna, die das Blueprint-Set von Jeromin gewonnen haben,


und an Katina, Karen und Annette, die je ein Fläschchen Inkodye bekommen!
Macht was tolles damit.

Die Sommerpost-Linkliste

Die Anmeldung ist abgeschlossen.

Hier gibt es die Möglichkeit, eure Erfahrungen mit den verschiedenen Sonnendruck-Techniken zu zeigen. Gerne könnt ihr auch Instagram-Beiträge verlinken, benutzt auf Instagram die Hashtags #sommerpost2017 #sonnendruck und #blauersommer.


Sommerpost 2017




Aufruf Sommerpost • NEU: Online-Anmeldung • Verlosung

Sonnendruck, das ist das Thema unserer diesjährigen Sommerpost. Passend zur warmen Jahreszeit wählen wir eine neue Technik, wir möchten euch herauslocken ans Licht. Lasst uns Wärme und Sonne einladen, Stoffe zu gestalten.

Es gibt unterschiedliche Verfahren mit Hilfe von Sonne und Wärme, Muster und Motive auf Stoff zu bannen: Cyanotypie ist eine fotografische Edeldrucktechnik. Mit ihr können wunderbare Abbilder und Muster in einem typischen Cyanblau auf Stoff gebannt werden. Einladen möchten wir euch aber auch zu einfacheren Varianten ohne Chemie, nur mit handelsüblicher Seidenmalfarbe, wie z.B. dem sogenannten Sunprint. Oder wie wäre es mit Inkodye, einer lichtempfindlichen Farbe?
Findet eigene Lösungen und experimentiert herum. Unten haben wir euch wieder einige Ispirationsquellen bereitgestellt. ... Und eine Verlosung von tollen Materialien!

Wir sind gespannt auf eure vielfältigen Ideen und Ergebnisse. Muster klein- und großteilig, Strukuren abstrakt und figürlich, Bilder gezeichnet und fotografiert, ... das Spektrum dieser Technik ist groß. Einige Techniken sind zwar auch in anderen Farben möglich, aber damit alles schön zusammenpasst, machen wir diesen Sommer nur Blau! Am Ende halten wir eine kleine, sehr individuelle Stoffkollektionen in den Händen, die vielfältig eingesetzt werden kann. Wir sind gespannt, was ihr daraus macht!

Bevor du dich anmeldest, lese doch bitte unsere Post-Philosophie durch. Und ganz wichtig: Achte auf deine Gesundheit beim Hantieren mit Chemie. Nicht nur für Anfänger empfehlen wir, fertige Sets zu verwenden.

Auf einen sonnigen blauen Sommer mit Euch,
freuen sich Michaela und Tabea



Das Prinzip
8 Teilnehmer gestalten 8 Sonnendrucke und senden 7 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. So bekommen wir in der Sommerzeit wöchentlich schöne Post.


Projektdaten
Format: 250 x 250 mm (Layer Cake)
Technik: Sonnendruck in Blau
Material: Baumwollstoff
Umfang: 8 Exemplare
Porto: Brief bis 50 Gramm; 7 x 85 Cent = 5,95 Euro
(kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)


Zeitrahmen
Versenden der Listen: bis 2. Juli 2017
Projektdauer: 19. Juni bis 10. September 2017


Anmeldung
Per Mail: 19. bis 25. Juni 2017
Die Anmeldung ist abgeschlossen!


Zubehör
Post-Philosophie
Unser nagelneues Pinterest Board
»Anleitung für den Sonnendruck« Kunstdrucke und Textildruck
»Cyanotypie: Achtung Ansteckungsgefahr« Kristina Schaper
»Den preußischen Himmel einfangen« Nahtzugabe
»Chemiefrei« Lynda Heines
»Make It 44« Design Love Fest
»Cyanotype« Christina McFall (YouTube)
»Inkodye« machwerk
»Tipps zu Inkodye« rundherum
»Per Folie« frifris
»Per Negativ« How About Orange
»Tipps, Tricks, Anleitungen« Wolfgang Autenrieth
»Rosen.Sonnendruck« Müllerin Art



Verlosung
Unter allen Teilnehmerinnen der Sommerpost 2017 verlosen wir:

2 x Blue-Print-Sets aus dem Hause Jeromin. 
(Für alle Sommerpost-Teilnehmerinnen gibt es im Jeromin-Shop das Set zum Sonderpreis von 12,-€)

und

3 x Inkodye Blau (ca. 240 ml), das uns freundlicherweise von www.patchworkshop.de zur Verfügung gestellt wurde. 



Buttons zum Mitnehmen:



Finissage im Bücherhaus · DIY



Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

Der Frühling ist zuende. Das merkt man nicht nur an den Temperaturen. Die 70 Teilnehmerinnen der Frühlingspost merken es an ihrer vollständigen kleinen oder größeren Frühlingsbücherei. 70 kreative Frauen haben mindestens 10 Minibüchlein im Format A9 gestaltet, gebunden und verschickt. Bei mir haben sich 30 Büchlein angesammelt, somit hat fast die Hälfte der Teilnehmerinnen mir und Tabea auch eins geschickt. So lieb von euch, vielen vielen Dank! Mir ist es hier nicht gelungen, die Bücher nach Gruppen zu sortieren, also habe ich es nach Farben gemacht: Ist das nicht eine herrliche Pracht? Alle anderen Bücher, die hier noch fehlen, findet ihr in der Liste und auf dem Frühlingsbücherei-Pinterest Board.

Frühlingspost, Mail Art, Post-Kunst-Werk ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

Ich sammle meine Büchlein in einem Bücherhaus, das hatte ich auf meinem Blog schon gezeigt. Mittlerweile habe ich das Dach ausgebaut, um allen Minibüchern ein Zuhause zu geben. Wenn ihr auch so ein Bücherhaus haben wollt, dürft ihr das gerne nachmachen. Ich zeige euch heute in einem kleinen DIY, wie der Hausbau funktioniert. Dieses Haus passt für eine Gruppe mit 10 Büchlein und hat bestimmt auch noch Platz für ein paar Gastbücher.

Material:

· Graupappe (alte Zeichenblock-Rückwand oder eine eine Verpackungspappe)
· Bunte Papiere zum Bekleben
· Buchbindeleim
· Kreppklebeband
· alte Zeitungen zum Unterlegen

Werkzeuge:

· Cutter, Lineal, Schneidematte
· alternativ Schneidemaschine
· Bleistift
· einen dicken und einen dünnen Pinsel
· Schere
· Falzbein
· evtl. Lochbohrer


Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

Die Pappen schneide ich zu, ich mache das mit meiner Schneidmaschine, es geht aber genauso mit Schneidelineal und Cutter auf der Schneidematte. Das Haus hat ein Format von 9cm  x 21,5 cm, die Seitenwände sind 5 cm tief. Den Boden am besten etwas breiter zuschneiden: Breite der Rückwand plus Pappstärke.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

1. Unverdünnten Buchbindeleim streiche ich auf die Kanten der Pappen,

2. die einzelnen Hausteile setze ich zusammen,

3. mit Kreppklebeband fixiere ich das ganze solange der Leim trocknet.

4. Der Rohling ist fertig, die Regalböden setze ich später ein.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

5. Ich suche mir farblich passende Musterpapiere und schneide zunächst grob die Tapeten für die Seitenwände und den Boden zu:

6. So groß, dass das Papier etwas auf die Innenseite und die Rückseite überlappt.
Ich streiche das zugeschnittene Papier von der Rückseite mit Buchbindeleim ein.

7. Ich beklebe nach und nach alle Seiten, streiche alles schön glatt, die Kanten mit dem Falzbein.

8. Das Dach beklebe ich mit einem Stück Papier, dafür muss ich es vorne am Giebel einschneiden. Ich bin dabei nie so ganz perfekt, die Stücke dürfen etwas überlappen.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

9. Die Tapete für die Rückwand innen muss aber genau zugeschnitten werden, lieber etwas kleiner. Auch diese mit Leim bestreichen und einkleben.

10. Genauso die Rückseite bekleben, dann kann das Haus auch frei im Raum stehen und sieht von hinten schön aus. Die Wellen, die hier noch zu sehen sind, ziehen sich später glatt.

11. Die Regalböden bezeihe ich extra,

12. streiche Leim auf die Kanten und setze sie ins Haus ein.

Bücherhaus DIY ©Post-Kunst-Werk, Michaela Müller

13. Jetzt kann das ganze Haus mit einem schweren Gegenstand gepresst trocknen.
Ich habe dafür ein altes Bügeleisen.

14. In die Rückwand bohre ich ein Loch zum Aufhängen,

15. dann können die Büchlein einziehen... oder auch etwas anderes?

Habt ihr Lust so ein Haus zu bauen?
Wenn ja, dann zeigt euren neuen Eigenheime in der Frühlingspost-Liste!


Michaela